Vor einer Weile hatte Nora mit dem Murnauer Totes Meer Shampoo ja schon eine Lösung vorgestellt, wenn man – wie so viele Menschen – mit einer empfindlichen Kopfhaut zu kämpfen hat. Da jeder Kopf bekanntlich anders ist, will ich euch heute mal MEINEN Shampoofavoriten vorstellen.

Gutes Haarshampoo lass ich mir was kosten? Pfh… von wegen

Ich hab wirklich verdammt viel ausprobiert, um meine Haare in den Griff zu kriegen. Sie sind so dünn, dass man ein einzelnes Haar kaum noch erkennt (und meine Augen sind an und für sich ganz gut). Sie sind lang und kraftlos und fusselig und… naja. Fassen wir es kurz: Ich hasse meine Haare, und sobald meine Nachbarin aus dem Urlaub zurückkommt, werde ich sie zwingen, mir einen Kurzhaarschnitt zu verpassen. Allerdings sind meine Haare selbst nicht das einzige Problem. Auch die Kopfhat ist bei mir so ein Fall. Greife ich einmal zum falschen Shampoo, dann kann ich mich wochenlang über trockene, juckende, Pusteln bildende Kopfhaut freuen, die nur mit ganz viel gutem Zureden mal in einen halbwegs erträglichen Zustand zurückkehrt. Und mit erträglich meine ich nichts, womit ich mich mal eben so zum Frisör trauen würde. Auch wenn ich nix dafür kann, dass meine Haare so scheiße sind – es soll ja nicht so aussehen, als wäre ich schuld dran.

Also habe ich probiert, probiert, probiert. Mal mit besserem, mal mit schlechterem Erfolg. Einen Unterschied durch den Preis konnte ich kaum erkennen. Teures Pflegeshampoo hat teilweise schlimmere Reaktionen auf meiner Kopfhaut verursacht, als die billigste Billigmarke, bei der es nur so tierisch gejuckt hat, dass ich mir am liebsten alle Haare ausgerissen hätte. Ihr seht: Meine Haare und ich, das ist eine ganz besondere Beziehung.

Warum ist Kindershampoo eigentlich nur für Kinder?

Eine Freundin gab mir dann einen guten Tipp. Sie leidet nämlich auch unter solchen Unverträglichkeiten – und ist damit längst nicht die einzige, wie ich mittlerweile herausgefunden habe. Ehrlich gesagt, wenn ich es so überschlage, dann fällt mir in meinem engeren Bekanntenkreis gerade wirklich niemand mehr ein, der nicht mit mehr oder weniger heftigen Reaktionen auf Haarshampoo zu kämpfen haben. Nur, dass es bei manchen so schwach ist, dass sie es kaum bemerken.

Ich sprach also mit meiner Freundin über Shampoos, Preise und dass sie überhaupt nichts bringen und sie legte gleich eine “Hab ich auch” -Beichte ab. Aber immerhin war sie schon einen Schritt weiter als ich. Ihr Frisör hatte ihr nämlich empfohlen, es mal mit Kindershampoo auszuprobieren, weil das besonders mild ist und so. Und da Kindershampoo nicht so viel kostet wie das teuerste Alpecin Schlagmichtot, bin ich mal in die nächste Drogerie gegangen und hab eingekauft. Meine Beute: Das Bübchen Shampoo & Shower Kids. Witzig, als obs das auch für Erwachsene gäbe.


Drogeriewaren bei SCHLECKER HOME SHOPPING

Das Bübchen Shampoo & Shower Kids

Das erste Kriterium, das ich beim Einkauf von Kosmetika habe, ist der Preis. Das muss ich ganz ehrlich sagen, wenn ich etwas billig bekomme, muss ich nicht das doppelte ausgeben. Deshalb fiel mir das Bübchen Shampoo & Shower Kids direkt in die Augen. Das kostet mit 200 sehr ergiebigen Mililitern nur 1,79 Euro (einzelne Sorten sogar nur 1,49 Euro) und ist damit verglichen mit anderen Shampoos. Außerdem – das muss ich ehrlich zugeben – sprach mich auch die Verpackung an. Die ist nämlich wunderschön bunt und hat auf jeder Sorte ein anderes Motiv. Und Sorten gibt es viele, alle mit einem eigenen, intensiven Duft: Erdbeere, Himbeere, Apfel, Sport, Dschungel, Pfirsich. Der Duft ist für mich besonders wichtig, weil die Dusche für mich eine sehr besinnliche Sache ist. Ist die Badewanne auch, aber die habe ich zur Zeit nicht. Wenn ich unter der Dusche stehen, dann muss es duften, als würde ich gerade in einem Korb voller Himbeeren sitzen.

Also, Shampoo gekauft, Zeit für den Praxistest. Der Geruch ist einfach grandios. Ich könnte stundenlang hier sitzen und den Geruch von diesem Shampoo inhalieren. Ein Schuss auf die Hand, einmassiert, ausgespült, fertig. Die Haare sind danach so weich, als hätte man eine Spülung benutzt. Habe ich schon erwähnt, wie klasse danach alles riecht? Wie es sich für ein Kindershampoo gehört, sind natürlich auch die Augen nicht in Gefahr, es brennt nämlich nichts. Nur mit dem Mund sollte man aufpassen. Ich habe schon mal hin und wieder was von diesem Zeug zwischen die Zähne bekommen und das schmeckt zum Kotzen. Trotz Ausspülen hat man danach stundenlang den Geschmack von Seife im Mund. Bäh.

Kann man übrigens auch prima kombinieren

Weil meine Unverträglichkeiten wirklich sehr, sehr, sehr hartnäckig sind, habe ich mir nach ein paar Wochen, in denen sich meine Kopfhaut wunderbar beruhigen konnte, noch Terzolin in der Apotheke besorgt. Dazu erzähle ich euch morgen mehr. Um es nur kurz anzureißen, es handelt sich dabei um ein medizinisches Shampoo, das den natürlichen Hefepilz auf der Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das Zeug ist sauteuer, aber wirksam. Aber dazu morgen mehr.

Jedenfalls habe ich angefangen, mein Bübchen Kindershampoo gemeinsam mit Terzolin zu benutzen. Zuerst werden die Haare mit dem Kindershampoo gewaschen und ausgespült. Anschließend kommt das Terzolin, von dem ein kleiner Klecks einmassiert wird und dann drei Minuten einwirken muss. Leider werden die Haare von dem Zeug extrem struppig. Ich hab aber rausgefunden, dass sich das prima umgehen lässt, wenn man wirklich nur die Kopfhaut einschäumt und nicht die ganzen Haare mit. Dann bleiben sie weich und duftig vom Kindershampoo.

Und was ist drin?

Zum Abschluss für diesen Blogbeitrag kommt dann noch die Zutatenliste. Ich hoffe, nein ich baue darauf, dass Nora wieder ihr chemisches Fachwissen beiträgt und meine Fehler korrigiert.

Enthalten sind:
* Wasser
* Sodium Laureth Sulfat – So wie ich die englische Wiki interpretiere, ist es dazu da, um das Shampoo schön schaumig zu machen. Es wird in der Kosmetik ziemlich oft verwendet, kann aber bei höheren Dosen zu Hautirritationen führen. Irgendwo sagte Google auch was über Krebserregung, aber das hat Wiki nicht bestätigt.
* Cocamidopropyl Betain – auch dieses Zeug wird offenbar dafür verwendet, dass das Shampoo tolle Blubberbläschen macht. In sehr seltenen Fällen kann es Allergien auslösen, Hautirritationen, die ebenfalls selten sind, treten aber häufiger auf.
* Disodium Laureth Sulfosuccinate – Auch für schönen Schaum (wie viel Schaum braucht man eigentlich?) und zudem noch als reinigend beschrieben. Über Nebenwirkungen habe ich leider nichts gefunden.
* Sodium Chloride – zu deutsch Natriumchlorid oder auch schlicht und ergreifend: Kochsalz. Es wird für die Viskosität des Shampoos benötigt. Also dass einem das Zeug nicht davonschwimmt sondern halbwegs dickflüssig ist.
* PEG 120 Methyl Glucose Dioleate – Das ist dafür da, damit sich Stoffe im Shampoo, die man eigentlich nicht mischen kann, doch miteinander vermischen
* Hydrolyzed Wheat Protein – Weizenproteine
* Panthenol – Ein B-Vitamin
* Sodium Hydroxide … bahh geht diese Liste noch lang? – zu deutsch Natriumhydroxid. Wird auch zur Verwendung von Seifen benutzt. Aber was das Zeug jetzt genau macht, kann ich nicht sagen.
* Phenoxyethanol – Es tötet Bakterien und wird auch zum Einschläfern von Fischen genommen. Lol :)
* Sodium Benzoate – Natriumbenzonat: Ein Konservierungsstoff, damit das Shampoo nicht gubbelig wird.
* Natriumzitrat – hat verschiedene Funktionen aber wird in diesem Fall wohl als Wasserenthärter verwendet
* Zitronensäure – Es wird zur Entkalkung und zur Konservierung verwendet
* Polyquaternium -10 – bildet einen schützenden Film auf den Haaren und macht es besser kämmbar.
* Parfüm
* Tocopherol – Wird als Antioxydationsmittel benutzt. Soll heißen: verhindert, dass der Rest im Shampoo mit der Luft reagiert
* CI 16035 – ein Alluraroter Farbstoff, der mein Himbeershampoo so schön rosa macht.

Mein Fazit: Es ist günstig, es ist mild und es riecht toll. Davon bekommt das Shampoo von mir fünf Einkaufstüten.

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